1. Offene und ehrliche Gespräche statt Verbote
Strikte Verbote können Jugendliche eher dazu verleiten Dinge heimlich auszuprobieren. Gute Gespräche über die Gefahren des Rauchens ohne erhobenen Zeigefinger sind wichtig zur Prävention. Eltern sollten Interesse an den Meinungen und Erfahrungen ihrer Kinder zeigen und mit ihnen auf Augenhöhe sprechen.
2. Social-Media-Prävention durch Influencer und Apps
Jugendliche verbringen viel Zeit auf TikTok, Instagram und YouTube. Eltern können gezielt Influencer-gestützte Präventionskampagnen und Apps wie „Smoke-Free Teen“ oder „QuitNow!“ vorschlagen. Wenn Vorbilder oder Prominente offen über die Gefahren des Rauchens sprechen, hat das oft mehr Einfluss als klassische Aufklärungskampagnen.
3. Finanzielle Motivation: Rauchfreies Sparsystem
Ein kreativer Ansatz ist das Nichtraucher-Sparsystem: Eltern können ihrem Kind zeigen, wie viel Geld durch das Nichtrauchen gespart wird. Beispielsweise kann das Geld, das für Zigaretten ausgegeben worden wäre, in ein gemeinsames Sparkonto oder eine Wunschliste für größere Anschaffungen fließen. Studien zeigen, dass finanzielle Anreize eine wirksame Möglichkeit zur Verhaltenssteuerung sein können.¹
4. Sport und gesunde Routinen als Alternative zum Rauchen
Regelmäßige körperliche Aktivitäten wie Teamsport, Tanz oder Outdoor-Abenteuer können dazu beitragen, das Bedürfnis nach Rauchen zu reduzieren.² Eltern können ihren Kindern helfen, eine leidenschaftliche Freizeitbeschäftigung zu finden, die das Verlangen nach ungesunden Gewohnheiten verringert.
5. Gemeinsame Herausforderungen: Rauchfreies Familienprojekt
Kinder orientieren sich stark am Verhalten der Eltern. So ist man als Elternteil auch Vorbild für die Kinder, wenn man selbst nicht raucht. Ein gemeinsames rauchfreies Familienprojekt kann eine starke Motivation sein. Mit Hilfe von Asmoken kann es Eltern gelingen, in nur 25 Tagen mit dem Rauchen aufzuhören. Bei dieser nikotinfreien Arzneimitteltherapie zur Raucherentwöhnung werden über einen Zeitraum von 25 Tagen Tabletten eingenommen. Mit Hilfe des Wirkstoffes Cytisin werden Eltern dabei vom Nikotin entwöhnt. Für jede rauchfreie Woche kann dann ein kleines Ziel oder eine Belohnung festgelegt werden, wie zum Beispiel ein gemeinsamer Ausflug oder ein Filmabend, von dem die ganze Familie etwas hat.
¹ Halpern, S. D., Harhay, M. O. (2015). „A Randomized Trial of Financial Incentives for Smoking Prevention Among Teens.“ New England Journal of Medicine, 372(22), 2108-2117.
² https://www.news-medical.net/news/20250211/Childhood-physical-activity-can-prevent-tobacco-smoking-in-adolescence.aspx#:~:text=Teenagers%20may%20be%20less%20likely,University%20of%20Eastern%20Finland%20shows.